Lavendeldruck

So…hier kommt das letzte der noch nicht gezeigten Weihnachtsgeschenke:
Ein Kissen aus selbstbedrucktem Stoff, für meinen Papa, der das Meer liebt… und die Hokusai-Welle.

Selbstbedruckt?
Ja! Der Lavendeldruck wartete darauf, endlich auch von mir ausprobiert zu werden.
Geht angeblich ganz einfach: Wunschmotiv ausdrucken (ein Laserdrucker muss es allerdings sein. Mit Ausdrucken von Tintenstrahldruckern klappt es wohl nicht), auf Stoff legen, Lavendelöl draufstreichen und mit einem Kochlöffel oder ähnlichem „reiben“, hieß es.
Sollte es tatsächlich so einfach sein? Das wäre ja toll!

Und die Antwort ist: ein klares JEIN.

Ja, die Vorgehensweise ist tatsächlich die beschriebene….

und: Ja, es funktioniert tatsächlich!!!

Wahnsinn!
Allerdings weiß ich jetzt, dass das Wort „Lavendeldruck“, nicht von „drucken“, sondern von „DRUCK“ kommt. Von selbigem muss man nämlich eine beachtliche Menge ausüben, damit sich die Farbe vom Papier löst und auf den Stoff überträgt. Das ist anstrengend, und es dauert. Also mit einmal überall drüberreiben ist es da nicht getan.

Und dann ist es natürlich so, dass die gesamte Wohnung nach Lavendelöl „duftet“.
Sehr.
Und jeder, der jetzt denkt oder gar sagt „ist doch schön, riecht doch gut“, hat garantiert noch nie über ein mit Lavendelöl getränktes Stück Stoff gebügelt. Das zu tun empfielt sich, um die Farbe zu fixieren… und es führt (und das war mir irgendwie nicht klar) nebenbei noch dazu, dass das ganze, ach-so-gut-riechende Lavendelöl, nach dem die Wohnung (dachte ich) ohnehin schon riecht, verdampft.
Vollvernebelung. Direkt nach oben, wo man in der Regel den eigenen Kopf hat.
Einatmen?: Nicht so gut.
Lavendelduft in der Wohnung?: ca. 3 Tage lang
(plus wann immer jemand das Bügelbrett benutzt…da ist scheinbar was in den Bezug eingedrungen 😉 )

Aber das Resultat hat mich überzeugt!
Ich bin begeistert, probiere das aber nochmal vermutlich erst aus, wenn ich das mit dem Lavendelgeruch überwunden hab.

Das fertige Werk gefiel mir auch wirklich gut…

bis….ja bis…
….mir der Fehler auffiel.

Na? Wem noch? 

Jo.
Verdammt. Sau-blöd. Eigentlich logisch. Hätte man drauf kommen können.
Sau-ärgerlich.
Is aber jetzt halt so.
(und gefällt dem Beschenkten wohl trotzdem, obwohl es ihm natürlich innerhalb von ca. 0,2sek aufgefallen ist. Is klar. Vielleicht setze ich mich irgendwann hin, und mache eins, das richtigrum ist…. mal sehen).

verlinkt beim CreaDienstag.

0 Kommentare

  1. Gefällt mir sehr gut und sieht bedeutend besser aus als mein Lavendeldruckversuch 😀 Da blieb am Ende bloß ein Fettfleck übrig, warum auch immer.
    Bei dem Motiv hätte ich jetzt aber gesagt, dass es gar keine Rumheit gibt.. oder ist das ein bekanntes Bild? Dann geh ich in die Ecke und schäme mich 😉
    Liebe Grüße,
    Christine

  2. es gibt eine Rumheit. Leider 😀
    Die „große Welle vor Kanagawa“ des Herrn Hokusai brach leider eigentlich von links nach rechts :-/
    nunja.
    Bei Deinem Versuch könnte ich mir vorstellen (falls Du ein Laserdruckerbild verwendet hast), dass es – und das vermute ich bei vielen, bei denen es nicht funktionierte – schlicht daran lag, dass Du vielleicht nicht fest genug und lange genug gerieben hast. Ich hab auch fast aufgegeben und dann total frustriert mit aller Gewalt an einer Stelle gescheuert – und siehe da! klappt 😀

  3. Sieht toll aus, die Arbeit hat sich gelohnt.
    Aber muss es unbedingt Lavendelöl sein? Weisst du da was genaueres drüber? Kann es auch anderes Öl sein?
    Liebe Grüße von
    Almut

  4. Bis eben war mir Lavendeldruck noch kein Begriff, wieder was gelernt :-)!
    Ich finde das Kissen, auch mit dem kleinen Fehler, wirklich toll! Deine Arbeit hat sich gelohnt!
    Vielleichte machst Du das nächste im Frühling auf der Terrasse? Stelle mir das mit dem verdampften Öl auch nicht so angenehm vor.
    Liebe Grüsse,
    Carola

  5. Hallo Almut,
    Ich habe – mangels Zeit – keine Experimente gestartet, das Öl betreffend. Ich habe aber auch schon gehört, dass es mit einem bestimmten Orangenreiniger wohl auch funktioniert (weiß aber leider nicht mehr, welcher das war). Ursprünglich hatte ich tatsächlich vor, auch mal mit anderen Ölen auszuprobieren…vielleicht mache ich das noch…irgendwann 😉
    Liebe Grüße

  6. Hahaha, ich weiß was Du meinst, ich war nach meiner Aktion letztes Jahr war auch tagelang völlig benebelt von dem gruseligen Gestank 😉 Und eigentlich mag ich Lavendel…
    Aber Dein Ergebnis entschädigt ja total, sieht klasse aus!
    Liebe Grüße, Änni

  7. Hallo Almut,
    ich hatte auch schon die Idee mit Orangenöl, da mich der Lavendelgeruch auch sehr gestört hat. Damit hat es leider überhaupt nicht funktioniert. Es muss wohl doch Lavendel sein.

    LG Juchulia

  8. Sorry, hatte im obigen Kommentar aus Versehen was Falsches eingefügt. Hier nun aber nochmal richtig:
    ———-
    Genau, ich weiß was du meinst. Ich habe auch vor Weihnachten diesen Druck ausprobiert. Ist super geworden (wenngleich ich anfangs auch dachte, dass ich mit Fettflecken kämpfen muss – aber das stimmt ja gar nicht). Nur der Geruch – der ging mir durch und durch. Vor allem, weil ich Lavendelduft nicht mag. Mmpfff.
    ber: Ich werd's auf jeden Fall wieder tun. Denn das Ergebnis überzeugt. Das Nächste Mal dann allerdings im Freien …
    Herzlichst
    vonKarin

    vonKarin.blog.de

  9. Cryptomon

    Hätte ich den Eintrag mal eher gefunden. Ganz schlechte Idee: im Schlafzimmer. Wo man mit dem 6,5 Monate alten Kind danach schlafen will.
    Ich bin mit ihr ins Gästebett ausgezogen, mein Mann hat mit offenem Fenster im Schlafzimmer geschlafen — er roch heute morgen wie ein Duftkissen. Mit stundenlangem Lüften und Ventilator dürfte die Luft aber heute nacht wieder 'rein' sein…

  10. Ohje, meine Erinnerung daran ist noch zu deutlich, um mir das im Schlafzimmer vorstellen zu wollen. Ich kann sehr gut verstehen, dass Du „ausgewandert“ bist 😀

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