Ja, sie näht noch!

„Näht die eigentlich überhaupt noch?“ hat sich sicher der/die Ein oder Andere Leser/in in letzter Zeit bei all dem Bastelkram gefragt…
JA!
Ja…sie näht wie eine Wilde!
Allerdings momentan eher am Objekt, als am Modell (die armen Kinder warten schon wieder auf von Ihnen bestellte Kleidungsstücke).
Das liegt an der Anschaffung, die ich kürzlich getätigt habe, und die nicht wenige Menschen in meinem direkten Umfeld an meiner geistigen Gesundheit hat zweifeln lassen:
Ich habe einen Bugaboo Kinderwagen gekauft.
Jawoll.
Jetzt, da mein Nesthäkchen über 2 ist und kaum noch herumkutschiert wird (Und: NEIN! Wir erwarten keinen Nachwuchs), habe ich allen Ernstes für hunderte von Euro einen Bugaboo des neusten Modells angeschafft (gebraucht…aber nicht wirklich alt, weil wie gesagt: neustes Modell…und damit natürlich auch nicht billig).

„WAS?! Nur damit man Fotos von Bügelbezügen am Objekt machen kann???“ 
„Spinnt die?!?“

Nun, ich persönlich denke „Nein“. 🙂

Ich betrachte das Ganze als eine Investition. Wenn auch zugegebenermaßen eine eher große.
Und Investitionen müssen manchmal sein, bzw. machen manchmal wirklich Sinn, wenn man ein Business hat und dieses ausbauen will.
Dieser Kinderwagen ist da nur ein Beispiel.

Wie viele von Euch bereits wissen, hat mommymade ja eigentlich zwei unterschiedliche Bereiche: das Eine sind die Ebooks/Nähanleitungen/dieser Blog (diesen Bereich würde ich eigentlich eher als das Hobby dahinter bezeichnen). Das Andere, das eigentliche Kerngeschäft, wenn man so will, ist der Verkauf von Genähtem – konkret vor allem: Zubehör für Bugaboo-Kinderwagen.
Das lief bisher auch ohne einen eigenen zu besitzen ganz gut. Nicht jederzeit einen zur Hand zu haben erwies sich aber auch häufig als Nachteil. Das fängt bei der nicht vorhandenen, jederzeitigen Möglichkeit, Fotos von neuen Stoffvarianten am Objekt machen zu können an, und geht weiter mit der Unmöglichkeit, spezielle Kundenbestellungen annehmen und neue Produkte entwickeln zu können.

Ich habe mir das wirklich lange überlegt – denn eine Investition klingt erstmal total super, bedeutet aber ja im Grunde nichts anderes, als erstmal eine Menge Geld in die Hand zu nehmen und auszugeben. Macht man als Näh-Mutti eben tendenziell nicht so einfach wie das größere mittelständische Unternehmen vielleicht tun.
Sinnvoll ist es, denke ich, trotzdem.

Und so habe ich mich seit der Anschaffung wirklich viel mit dem Ding beschäftigt.
Jedesmal wenn ein Stoff reinkam, Fotos am Objekt gemacht (Juchhu!), aber vor allem eben auch Neues ausprobiert, das schon lange in meinem Kopf herumschwirrte oder schon des Öfteren von Kunden gewünscht und von mir zwangsläufigerweise abgelehnt wurde.

Und so sind hier endlich mal Dächer entstanden…

…und Schieber-Bezüge…

…und Schrittgurte…

…und praktische Bauchbügel-Taschen…
 

Produkte, die mein mommymade-Sortiment erweitern, und die es so nicht (oder zumindest nicht so schnell hintereinanderweg) gegeben hätte, hätte ich das Ding nicht hier stehen.

Im Idealfall rechnet sich die Investition dann irgendwann durch zusätzliche Verkäufe…. ob das hinhaut wissen die Götter… aber den Versuch ist es, glaube ich, wert. 🙂

Also: Ja, sie näht noch. 🙂
…und wird auch irgendwann sicher wieder ein Stofftier oder Kleidungsstück entwerfen und ver-Ebook-en…
Aber erstmal bekommen die Kinder einen Teil ihrer Bestellungen genäht (so ich denn die Zeit finde 😉 ).

0 Kommentare

  1. Also von Kinderwägen hab ich ja wenig Ahnung, aber Bilder am Objekt sind natürlich immer schön. Vor mir brauchst Du Deine Investition also schon mal nicht rechtfertigen 😉
    Liebe Grüße, Änni

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